Градска библиотека "КАРЛО БИЈЕЛИЦКИ", Краља Петра I 11, 25101 Сомбор, 025/431-011, 025/482-827

Spuren

08.09.1796.

Der Wladika von Bačka, Jovan Jovanović, hat die Somborer Kirche, die dem hl. Jovan Preteča gewidmet wurde, gesegnet und eingeweiht. Der Bau dieser Kirche wurde noch vor sechs Jahren beendet, und mehrere Jahrzehnte vergingen bis Pavel Đurković, der Maler aus Baja, ihre Ikonographie beendet hat. Die Kirche ist «13 Klafter und zwei Zolle lang, 5 breit und 6 Klafter hoch».


08.09.1856.

Es wurde in Sombor PAVEL-PAJA DRAKULIĆ geboren, die erste Persönlichkeit von Sombor an der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts. Er war der Besitzer des Rechtsanwaltsbüro, und in das politische Leben dieser Stadt und der hiesigen Serben kam er duch die Volkspartei des Grafen ALBERT APONJI. Er wurde als Mitlgied dieser Partei auf der Oppositionsliste in Sombor in den ungarischen Landtag gewählt. Dasselbe wiederholte sich 1901 und 1905, aber mit dem Programm der Liberalen Partei. Zweimal wurde er auch zum Abgeordneten des Volks- und Kirchenlangtags in Sremski Karlovci gewählt, aber es wurde ihm das Mandat mit dem Entschluss der radikalen Mehrheit im Landtag für ungültig erklärt, weil er sich für den Vorschlag des Geseztes über die verpflichtete bürgerliche Ehe eingesetzt hat. Viele Bestimmungen dieses Gesetztes waren gegen die Interessen der nationalen Minderheiten. Bekannt als sehr hastig und unbesonnen, als Mann, der seine Streitigkeiten oft mit den Duellen gelöst hat, auf grossen Fuss lebend, ist in sehr grosse Schulden geraten, so dass er sich in der Nacht zwischen dem 7. und dem 8. Juli 1907 in Budapest mit dem Revolverschuss erschossen hat.


09.09.1781.

Der Parochus aus Bač, Ksaver Gažlević, hat die Öffnung der Kapelle von Marija Snežna eingeweiht, die in der Gehöftensiedlung Čičovi ausgebaut wurde, in der Nähe von Sombor, dank der Spende von Josip Marković. Josip Marković war lebenslanger Senator und inzwischen wurde er zum Richter der freien königlichen Stadt Sombor gewählt. Bis zur Kapelle kam eine massenhafte Prozession, die Fra Bona Mihalović vorführte, der Leiter der Franziskaner- und Kapistranerbruderschaft von Sombor. Es wurde auch für die angesehenen Gäste das festliche Mittagessen vorbereitet. Seit damals bis zum heutigen Tag sammelt sich hier an diesem Feiertag sehr viel Volk.


09.09.1791.

Der Richter von Sombor JEFIMIJE POPOVIĆ und seine ganze engere Familie: Frau Jelisaveta, Kinder: Aron, Jovan, Djordje, Nikola, Leposava, Sofija und Katarina, bekamen Adelstitel, aber sie mussten ihren Familiennamen ungarisieren in Paphazi. Der Adel in der Bač- Gespanschaft wurde 1793 verkündet.


10.09.1742.

Mit der Vermittlung von Jožef Lošonci, wurde der Vertrag über die Kolonisierung der Wüste Bezdan unterschrieben. Aufgrund dieses Vertrags bekamen 60 ungarische Familien aus den Gespanschaften Vesprem, Tolna, Baranja und Šomođ, als freie Landleute-Untertanen in Pacht die Ärargründstücke, wo sie mit dem Bau ihrer Häuser begonnen. Die Häuser wurden überwiegend aus dem Schilfrohr und Schlamm gebaut, sowie die erste Kirche, die 1755 im Brand niedergebrannt wurde, so dass am nächsten Jahr eine neue gebaut wurde, dieses Mal von dem festen Material. Damit begann die Stärkung des ungarischen nationalen Elements in diesem Teil von Bačka. Im Jahre 1745 begannen die Einwanderer die Steuer zu bezahlen, und drei Jahre später zählt Bezdan schon 1.492 Bewohner.


11.09.1697.

Die österreichsiche Armee unter dem Kommando von Eugen Savojski hat in dem KAMPF BEI SENTA den grossen Sieg über Türken erkämpft und hat sie über die Linie Sava-Donau zurückgedrängt. In dem Kampf haben 500 Somborer teilgenommen unter der Leitung des Kapitäns Jajić. Nach der Niederlage drang eine Truppenabteilung in Sombor ein, aber es gelang den übriggebliebenen Bewohnern, vorwiegend den Frauen, alten Leuten und Kindern, sie zu vertreiben. Nach diesem Ereigniss bis zu 1941 läuteten die Glocken jeden Abend um 9.00 Uhr von allen Kirchen in Sombor. Dieser Sieg wurde auf dem gleichnamigen Gemälde verewigt, auf der grössten Ölleinwand in unserem Land, die den festlichen Saal der Gemeinde von Sombor schmückt.


11.09.1869.

Aus der Richtung von Subotica kam nach Sombor der erste Zug, so dass Sombor die Stadt geworden ist, die "untere ungarische Landesbahn verbinden wird", die von Subotica, über Sombor und die Donau, bis Rijeka, damalige Fiuma, geführt hat. Aus diesem Anlass wurde eine Feier für 68 angesehene Bürger vorbereitet. Für diese Feier reichte der Gastwirt dem Magistrat die Rechnung von 408 Forint, und verlangte, dass ihm noch 268 Forint ausbezahlt wird, da es nur 140 von den Eingeladenen gesammelt wurden. Bald inizierte der Bürgermeister von Sombor, Petar Vukićević, das Einrichten des ersten Parks in Sombor, in der Nähe des Bahnhofs, der auch heute dieses Teil der Stadt schmückt.


12.09.1687.

Die österreichischen Regimenten unter der Leitung des Generals Veterani, kamen ohne Kampf in Sombor ein, das nur einige Tage früher seine ehemaligen Besitzer verlassen haben, die Türken. Das war ein Tag sehr grosser Feier der Bewohner christlichen Glaubens, auf den sie volle 146 Jahre gewartet haben, als diese Stadt Petev Pascha erobert hat und damals dem mächtigem Türkischen Reich angeschlossen hat. Zwei Jahre nach diesem Ereigniss hat er diese Stadt zum ersten Mal unter heutigem Namen in seine Verzeichnisse eingeschrieben.


12.09.1892.

Es wurde die Versammlung der Stadtgemeinde von Sombor stattgefunden, die dem neunzigsten Geburtstag von Košut Lajoš gewidmet war, dem Leiter des ungarischen Aufstandes 1848/49. Die Mehrheit der Anwesenden hat abgestimmt, mit 47 Stimmen "für" und 12 "gegen", dass Košut zu dem Ehrenbürger von Sombor verkündet wird und dass die Hauptstrasse seinen Namen bekommt. Es ist interessant, dass dieser Vorschlag von einem Serben stammt, von Dr. Pera Cvetković, der der Vorsitzende der Ortodoxen Kirchengemiende war. Gegen haben gestimmt, alle ohne Ausnahme, die Regierungsangehörigen, weil damals Sombor eine Oppositionsstadt war. Košut Lajoš starb 1894 in Torino (Italien), wo er im Exil lebte.