Градска библиотека "КАРЛО БИЈЕЛИЦКИ", Краља Петра I 11, 25101 Сомбор, 025/431-011, 025/482-827

Spuren

01.05.1778.

Es begann in Sombor die NORMA mit der Arbeit. Es handelt sich um einen dreimonatigen Kurs im Rahmen der vierjährigen Schule für die Vorbereitung der Lehrer, die nach zwei solchen Kursen die Lehrerprüfung bestanden haben. Die Norma, die erste Lehrerschule für Serben und später auch für andere slovenische Völker begründete Avram Mrazović aus Sombor, der ein Jahr früher der Aufseher in der Torontal-, Baranja- und Bačkagespanschaft, später auch in der Banatgespanschaft geworden ist, wo er Sombor für den Sitz der Gespanschaft bestimmt hat.


02.05.1802.

Es wurde Franz Josefs Kanal zum Gebrauch abgegeben, der später als der grosse Kanal von Bačka bekannter wurde. Mit diesem Kanal wurden, nach der Idee von Jožef Kiš und seinem Bruder Gabor, die Donau und die Tisa von Bački Monoštor bis Bačko Gradište verbunden. Die Brüder haben mit den Ausgrabungen begonnen, der Ausbau wurde den anderen anvertraut, und sie wurden sogar nicht eingeladen zu der Öffnung dieses grossen Verkehrswegs, und bis damals des teuersten wirschaftlichen Objekts des Österreichischen Reichs.


03.05.1781.

Daniel Hersching, der Kanoniker von Pečuj und der Leiter der königlichen Schulen, legt den Grundstein für den Ausbau der Lateinischen Schule in Sombor, auf deren Grundlagen fast ein Jahrhundert später das Gebäude des heutigen Gymnasiums aufgebaut wurde. Bei dem grossen Feier in der "illyrischen" Sprache wurden die Gelegenheitsreden abgehalten, und in der Kirche der heiligen Dreifaltigkeit wurde die festliche Messe gedient, während der Magistrat das Mittagessen für angesehene Gäste in der Begleitung von Böllern auf den Stadtstrassen vorbereitet hat.


05.05.1883.

Es wurde in Čurug PETAR KONJOVIĆ geboren, der Schöpfer des Operaschaffens bei den Serben. Noch als Professor an der Lehrerausbildungsanstalt, komponierte er die Oper Vilin veo, und er dirigierte auch bei der Ausführung dieser Oper. Während des ersten Weltkriegs war er in Sombor, um 1917 zieht er nach Zagreb als Komponist und Dirigent um, weil er noch vor dem Krieg das Konservatorium in Prag beendet hat. An der grossen Volksversammlung am 25.11.1918 in Novi Sad wurde er für den Stellvertreter des Vorsitzenden der Volksleitung gewählt, dann wurde er der Direktor der Oper in Zagreb, dann Leiter des Theaters in Novi Sad, Osijek und Zagreb. Neben der schon erwähnten Opern hat er auch folgende Opern geschrieben: Knjez od Zete, Koštana, Seljaci. Er komponierte auch Symphonien, Chorkompositionen, Szenenmusik, er war der Redakteur des Blattes Jedinstvo in Belgrad, wo er auch der Rektor der Musikakademie war. Er wurde für den ordentlichen Mitglied der Serbischen Akademie der Wissenschaften gewählt und als der Mitgied aus Ausland der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und Kunst. Er starb in Belgrad am 1.10.1970 und nach seinem Wunsch wurde er in Sombor neben seinen Eltern und seinen Kindern begraben.


06.05.1793.

Es begann bei Bački Monoštor die Ausgrabung des Kanals, der die Donau und die Tisa verbinden sollte. Auf diese Idee kam Jozef Kiš während seiner Reise durch Bačka. Für diese Arbeiten wurden 300 Arbeiter engagiert. Da wegen sehr grossen Schwiegkeiten bei der Ausgrabung viel mehr Geld verbraucht wurde als geplant, und weil die Arbeiten in geplanten Terminen nicht beendet wurden, wurde Kiš abgerufen als Ausführender der Arbeiten. Franz Jozefs Kanal, wie er genannt wurde, wurde 1802 beendet, als das teuerste wirtschaftliche Objekt des Österreichischen Kaisertums, weil für seine Realisierung 3.062.690 Forint ausgegeben wurde. Das ist heute der grosse Kanal von Bačka, der bei Bezdan beginnt, weil die Donau 1856 mit Aufschwämmungen den Kanaleingang gestopft hat, und deshalb musste der Kanal stromaufwärts versetzt werden.


06.05.1871.

Der Dichter Jovan Jovanović Zmaj schickte an die Adresse des Somborer Rechtanwalts, Dimitrije Manojlović, die erste Ansichtskarte in der Welt, die nach der Idee des geodätischen Leutnants, Petar Manojlović, der Absender sinnvoll gemacht hat und in der Druckerei in Wien namens Waldheim in der Technik des Kupferstichs gedruckt hat. Da die Ansichtskarte die panslawischen Ideen enthielt, weil der Drache, der die Lente, an der die Adresse geschrieben wurde, gehalten hat, die Veduten von Carigrad und Moskau überflügelt hat, schickte der vorsichtige Rechtsanwalt diese Ansichtskarte an den Absender zurück mit der Anmerkung "Ich will nichts mit dem Drachen zu tun haben – nicht empfangen". Heute ist diese Ansichtskarte sehr geschätzt unter den Philatelisten.