Spuren
01.11.1761.
Antun Gažlević, der Generalvikar des katholischen Erzbistums hält in der Kirche der Hl. Dreifaltigkeit das Pontifikalamt, mit dem er Stevan Jagodić zum ersten Parochus-Pfarrer von Sombor aufgeruft hat und führt ihn in das Amt. Damit wurde der Auftrag von Kaiser Joseph der II erfüllt, womit die Franziskaner verpflichtet wurden, Sombor zu verlassen und nach Baja umzuziehen, und die parochialle Jurisdiktion wird auf die lokale Priesterschaft aufgetragen. Inzwischen haben die Franziskaner das Kirchenraum übergegeben, die Taufkapelle, Priestergewänder, die Flaggen "illyrischer" und deutscher Glaubenslehrer, dann die Auflistung der Franziskanerbrüderschaft, Bücher usw...
01.11.1848.
Es wurde in Sombor Jaša Grgurov geboren, der angesehene Handles- und Gesellschaftsarbeiter, der, nachdem er die ortodoxe Glaubenschule und die ungarische Realschule in der Geburtstadt beendet hat, die Handelslehre bei dem berühmten Eisenwarenhändler Mihajlović aus Vukovar gelernt hat, und hat noch als Junge das ganze Geschäft von seinem Vater übernommen und hat es in kürzer Zeit gefördert. Er war sehr reich und einer der ersten Aktionäre der "Handels- und Handwerkerbank von Sombor". Als angesehener Bürger wurde er zum Mitglied und zum Leiter des Serbischen Lesesaals gewählt, dann zum Mitglied der Verwaltung der Serbischen ortodoxen Kirchengemeinde und zum Mitlgied von Privrednik, einer Gesellschaft aus Zagreb, die die arme Kinder aus Kroatien, Slawonien und Bosnien und der Herzegowina geschult und beschäftigt hat. Er war Mitglied von Matica Srpska und war fast auf alle ihre Ausgaben abonniert. Er starb im 1895 in Sombor.
04.11.1772.
Es wurde in Sombor Jovan Savić geboren, der, nach dem Jurastudium in Pest, der Sekretär des Episkopus von Vršac geworden ist, dann wurde er der Professor des Priesterseminars in Sremski Karlovci. Nach dem Streit mit dem Metropoliten Stratimirović im 1805 ging er nach das aufständische Karadjordjes Serbien, und seitdem wurde er Ivan Jugović genannt. Er war sehr ausgebildet und war Polyglotte; neben der serbischen als Muttersprache, konnte er Deutsch, Französisch, Russisch, Latein und Ungarisch. Er hatte viele komplizierte und verantwortungsvolle Pflichten in Serbien in den diplomatischen Missionen als Sekretär von Praviteljštvujući sovjet und als Ausbildungsminister, er unterrichtete Vuk Karadzić die deutsche Sprache, war Begründer und Lehrer der Hohen Schule in Belgrad, die mit der Zeit im Jahre 1905 Belgrader Universität geworden ist. Am Ende, von den Eifersüchtigen verleumdet, sehr ernst krank, kommt er zurück zu seinem Bruder nach Bečkerek (Zrenjanin) 1813, wo er in demselben Jahr am 7. November gestorben ist.
04.11.1845.
Es wurde in Sombor DIMITRIJE MITA JOSIĆ geboren, ein grosser Patriot, der Ausbildungs- und Literaturarbeiter. Nach der Somborer Lehrerausbildungsanstalt und nach dem Studium in Bremen, war er Professor der Lehrerschule in Pakrac, wo er nach dem Ausbruch des serbisch-türkischen Kriegs 1877-78 verhaftet wurde und aus dem Unterricht in ganzem Österreich-Ungarn ausgeschlossen wurde. Deshalb geht er nach Serbien und wurde dort der Professor und Direktor der Frauenlehrerschule und Professor des Priesterseminars in Belgrad, dann unterrichtete er in dem niedrigeren Gymnasium in Veliko Gradište, wo er am 5. Juni 1899 gestorben ist. Er hat viel geschrieben; in Školski list, Prosvetni glasnik und in Učitelj. Er hat auch 1882-83 Srpče, ilustrovani list za decu (Srpce, illustrierte Zeitschrift für Kinder) gegründet und herausgegeben, dann die Zeitschrift Narodna škola, list za učitelje i sve prijatelje osnovne škole (Narodna skola, Zeitschrift für Lehrer und alle Freunde der Grundschule) in Požarevac 1896-97. Er hat viel aus der deutschen Sprache übersetzt, un war auch Mitglied von Matica Srpska.
04.11.1781.
In der Anwesenheit der vornehmsten Personen der Stadt hat Georgije Tamaši, der Parochus aus Jankovac, nach der Verordnung des Erzbischofs, Baron Adam Patačić "od Zvijezde", Stevan Jagodić zum ersten Priester der Pfarre der hl. Dreifaltigkeit in Sombor geweiht. Das war zum ersten Mal seitdem die parochiale Juristdiktion von Franzikaner in die Zuständigkeit der Weltpriester übergegeben ist. Vor dem hatte Jagodić seinen Dienst in Baja, Kaloča, Santovo, Dušnok, Kolut und Sonta ausgeübt. Aber hier blieb er nicht lange; nach 64 Jahren seines Lebens starb er unerwartet in Sombor am 28. Juli 1784 und wurde in den Katakomben seiner Pfarrerkirche begraben.
05.11.1782.
In dem neugebauten Gebäude beginnt der Unterricht in der Lateinischen Schule von Sombor, für die der Grundstein am 3. Mai desselben Jahres gelegt wurde. Dieses Gebäude wurde genau ein Jahrhundert später niedergerissen, und auf seinen Grundlagen wuchs das Gebäude des Gymnasiums im 1886, und das heutige Aussehen mit dem Anbau des zweiten Stocks bekam dieses Gebäude im Jahre 1938. Noch heute befindet sich hier das Gymnasium, das den Namen von Veljko Petrović trägt, der ihr Schüler war und der eine sehr grosse Persönlichkeit in unserer Literatur ist.
05.11.1848.
Es wurde in Pančevo Mita Petrović geboren, der nach dem Gymnasium in Sremski Karlovci und nach der Hohen Schule in Vinkovci, die Vorlesungen der Philosophie, Naturwissenschaften und Mathematik in Halle, Tübingen und Prag besucht hat. Nachdem er das Studium beendet hat, kam er zum Lehrer in die Lehrerausbildungsanstalt. Von dem Schreiben der literarischen Darstellungen, pädagogischer und didaktischer Verhandlungen wendet er sich zu dem Schreiben der Lehrbücher um, dann zu dem Schreiben der belehrenden Bücher für die Landwirtschafter. Seine grossen Resultate haben ihn zu dem Mitglied der Serbischen königlichen Akademie der Wissenschaften und Künste empfohlen, dann zum Mitglied der Literarischen Abteilung von Matica Srpska, der Serbischen Lehrergesellschaft, des Ethnographischen Museums in Leipzig und der Kroatischen pädagogischen Versammlung. Aber die Breite und die Energie der intelektuellen Engagements hat sein Körper nicht ausgehalten: er starb in der Irennanstalt in Pest am 29. Dezember 1891 und wurde auf dem Friedhof in Sombor namens Uspensko groblje begraben.
05.11.1918.
In der Hofabteilung des Rathauses, weil es nicht genug Platz für alle Interessierten in dem Festsaal gab, wurde MESNO NARODNO VEĆE SRBA I BUNJEVACA (der Ortsrat von Serben und Bunjevci) gegründet, der die entscheidende Rolle in der Annahme der serbischen Einheiten und in der Organisierung des Lebens in der Stadt in der Nachkriegszeit hatte. Diese Versammlung hatte 145 Mitlglieder, an ihrer Spitze war Jovan Joca Lalošević, die Stellvertreter waren Dr. Stevan Maglić und Antun Bošnjak, und die Sekretäre Pavle Terzin und Dušan Temerinac. Diese Versammlung hatte 39 Intelektuellen, 18 Händler, 10 Handwerker und 78 angesehene Ackerbauer. Selbst die Formierung dieser Versammlung war eigentlich die Realisierung der Bespechung seit zwei tagen in dem Haus von Joca Lalošević.
06.11.1876.
Martin Matić geborener Somborer, der nach dem Gymnasium in Sombor und Baja, Jura in Pest doktoriert hat und zu Rechtsanwaltpraktikant in Sombor wurde. Aber in 1904 schliesst er sich in die Gewerkschaftbewegung ein, wo er für den Sozial- und Rentenschutz der Arbeiter kämpft. Nach dem Krieg wurde er kurz der Gespan von Baja, dann Mitglied des Ausschusses für die Abgrenzung von Ungarn und Königtum Serben, Kroaten und Slowenen. Er war der Vertreter von Bunjevci und Šokci von Bajski trokut (Bajska Dreieck) auf der Friedenskonferenz in Paris, wo er appeliert hat, dass sie sich für das Leben in dem neuen Staat entschliessen. In Neven, der Zeitschrift von Bunjevci aus Subotica, setzt er sich für die nationale Affirmation von Bunjevci, und er war in Sombor der Direktor des Bezirksamtes für die Versicherung der Arbeiter. Im Jahre 1940 zieht er nach Belgrad um, wo er am 27. Januar 1945 gestorben ist.
07.11.1944.
Es wurde in Sombor das Krankenhauszentrum Nr. 2 gegründet, womit eigentlich die Vorbereitungen für den bekannten Kampf bei Batina gemacht wurden. Für den Leiter dieses Zentrums wurde Vinko Zaninović ernannt, der Partisanenmajor, und für seinen Helfer wurde der sowjetischer Major Ivan Safronov ernannt. Das Zentrum hatte sechs Krankenhäuser mit etwa 2500 Betten, überwiegend in Sombor, und eine Menge auch in den Orten in der Umgebung. Der Haupteil des Zentrums machten die Krankenhäuser Nr. 1. und Nr. 2., die in den Pavillons der heutigen Podgorička Strasse untergebracht wurden. Das Krankenhaus Nr. 3 befand sich in den Gebäuden des heutigen zivilen Krankenhauses. Dieses Krankenhauszentrum wurde am 25. August 1945 aufgelöst. Bis dann wurden in diesem Krankenhaus mehr als 6000 Verwundete und Kranke untergebracht, somit ist dieses Krankenhaus das Militärkrankenhaus von Bačka geworden. Das Krankenhaus Nr. 3 ist ziviles Bezierkskrankenhaus geworden, dessen Leiter Dr. Djordje Lazić war, der damalige Sanitätsreferent des Militärbezierks für Sombor, Apatin, Odžaci und Kula.